Vorwort
Urs Knapp, Präsident vom Stiftungs-Rat
Die Stiftung Arkadis unterstützt Erwachsene mit Behinderungen.
Aber auch Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.
Kinder und Jugendliche brauchen spezielle Unterstützung.
Die Stiftung Arkadis hat Angebote für diese Bereiche:
Wohnen, Arbeit, Freizeit, Therapie und Beratung.
Der Stiftungs-Rat leitet die Stiftung strategisch.
Der Stiftungs-Rat legt die Ziele fest.
Und der Stiftungs-Rat achtet darauf:
Die Mitarbeitenden können ihre Arbeit gut machen.
Ein wichtiges Thema sind die Gebäude der Stiftung.
Der Stiftungs-Rat prüft:
Passen die Räume zu den Bedürfnissen von heute?
Und zu den Bedürfnissen in der Zukunft?
An der Von-Roll-Strasse 1 ist ein neues Gebäude entstanden.
Mit Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderung.
Und mit Räumen für die Schule und für die Therapie.
Das Haus Schärenmatte wird umgebaut.
Von Februar 2025 bis Herbst 2027.
Dann ist es wieder modern.
Der Umbau ist kompliziert und teuer.
Arkadis möchte auch eine attraktive Arbeitgeberin bleiben.
Wir bieten Weiterbildungen an und fördern die Gesundheit.
Bei den Mitarbeitenden gibt es nur wenig Wechsel:
Das ist toll!
Neu macht Arkadis die Mütter-Väter-Beratung im Unteren Niederamt.
Das bedeutet: Wir machen unsere Sache gut.
Die Behörden vertrauen uns.
Ein grosses Dankeschön an alle, die unsere Stiftung unterstützen!
Rückblick des Direktors
Aldo Magno, Direktor
Das waren die Schwerpunkte von 2025:
Dranbleiben
Der Neubau an der Von‑Roll‑Strasse 1in Olten ist fertig.
Wir haben nun neue Räume für ambulante Therapien für Kinder.
Und neue barrierefreie Wohnungen!
Bis Sommer 2027 ist dort eine Wohngruppe zuhause.
Danach vermieten wir die Wohnungen.
Altes neu denken
2025 haben wir die Bereiche für Erwachsene neu organisiert.
Es gibt eine klare Aufteilung:
Wohnen sowie Beschäftigung und Arbeit.
Das ist eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung.
Im Bereich Therapie und Beratung gibt es eine neue Führungsstruktur.
Den Dingen auf den Grund gehen
Der Kanton Solothurn will 3 Millionen Franken sparen:
Und zwar bei den Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen.
Die Stiftung Arkadis hat die Kosten der letzten 4 Jahre geprüft:
Die Kosten stiegen vor allem wegen neuen Angeboten
und wegen der Teuerung.
Dieses Wissen hilft uns, die Kosten gezielt zu senken.
Neue Wege erkunden
Wie kann der Bereich Therapie und Beratung mehr Bedürfnisse abdecken?
Wir haben das 2025 geprüft.
Nun klären wir diese Möglichkeiten ab:
- ein Wohnheim für Kinder, die sich auffällig verhalten
- eine psycho-therapeutische Beratung
Inklusion vorantreiben
2025 haben wir den inklusiven Weg fortgesetzt:
Der Mitwirkungs-Rat hat sich weiterentwickelt.
Er wird weiterhin sozial-pädagogisch begleitet.
Im neuen UN‑BRK‑Café können sich unsere Klienten und Klientinnen
mit ihren Rechten auseinandersetzen.
Bald haben wir eine Schulung zum Verhaltens-Kodex:
Wie man die Integrität von Menschen schützt.
Nun das Wichtigste: Danke sagen!
Darum war 2025 so positiv:
Bei der Stiftung Arkadis arbeiten Menschen professionell,
mit Herz und mit Leidenschaft.
Ihre tägliche Arbeit ermöglicht viele kleine und grosse Fortschritte.
Dafür sage ich von Herzen Danke!
Den Blick erweitern
Hildegard Rapprich, Bereichsleitung Therapie und Beratung
Unsere Gesellschaft verändert sich.
Ebenso das Leben unserer Klienten und Klientinnen.
Kinder lernen besser im Austausch mit anderen Kindern.
Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit den Eltern.
Wir stärken die Eltern.
Dies unterstützt Familien spürbar.
Wir haben neue Angebote für Familien.
Die Angebote ermöglichen schnelle Hilfe und Beratung.
2 Beispiele:
Die Bewegungs-Gruppe
Die Bewegungs-Gruppe ist für Kinder und Eltern.
Die Eltern machen aktiv mit.
Sie können so ihre Kinder besser verstehen und unterstützen.
Die Gruppe stärkt auch die Beziehung zwischen Kindern und Eltern.
Und fördert die Entwicklung körperlich, emotional und sozial.
Die Eltern-Gruppe für das Autismus-Spektrum
Diese Gruppe ist für Eltern von Kindern mit Autismus.
Die Gruppe bietet Austausch, Unterstützung und Beratung.
In einem sicheren Rahmen.
Denn: Die Eltern sind nah bei den Kindern.
Die Eltern lernen, ihre Kinder gezielt zu begleiten.
Wir sprechen mit den Eltern, während die Kinder spielen.
So können wir direkt besprechen, was wir beobachten.
Mit diesen Angeboten reagieren wir auf verschiedene Bedürfnisse.
Wir beziehen das soziale Umfeld ein.
Wir ermöglichen Entwicklung.
Wir stärken die Familien und fördern die Teilhabe.
Austausch-Kaffee und Menschen-Rechte
Dirk Maier, Bereichsleiter Beschäftigung und Arbeit
Die UNO-Behinderten-Rechts-Konvention ist eine Art Vertrag.
Die Abkürzung dafür ist: UN-BRK.
Die UN-BRK beschreibt die Menschen-Rechte.
Und wie Menschen mit Behinderungen zu ihren Rechten kommen.
Das ist wichtig für den Alltag.
Und wichtig für unsere Bewohnenden, Klientinnen und Klienten.
Die Stiftung Arkadis nimmt diese Rechte ernst.
Die Stiftung Arkadis arbeitet weiterhin daran,
dass Menschen mit Behinderungen zu ihren Rechten kommen.
Es gab erste Schulungen und Workshops.
Da wurde klar:
Die UN-BRK ist oft schwer zu verstehen.
Selbst in Leichter Sprache.
Darum gibt es seit 2025 ein Austausch-Kaffee:
Das ist ein Treffen einmal pro Monat.
Menschen mit Behinderungen aus der Stiftung Arkadis treffen sich.
Sie sprechen gemeinsam über den Inhalt der UN-BRK.
Und vergleichen den Inhalt mit Situationen im Alltag.
Die Gespräche finden in kleinen Gruppen statt.
In Leichter Sprache und mit Bildern.
Danach stellen wir einander die Ergebnisse vor.
Wichtige Anliegen geben wir dem Mitwirkungs-Rat.
Der Mitwirkungs-Rat versucht,
die Anliegen wenn möglich umzusetzen.
Der Austausch kommt bei allen gut an.
Der Austausch hilft Menschen mit Behinderungen.
Damit sie die Menschen-Rechte verstehen.
Und damit sie die eigenen Rechte verstehen.
Darum ist klar:
2026 machen wir weiter mit dem Austausch-Kaffee!
Hobby: Modell-Eisenbahn
Im Jahresbericht geben wir gerne Einblick ins Leben von Klienten und Klientinnen. Diesmal stellt Urs B. sein grosses Hobby vor. Anita Lingg erzählt.
Ich besuche die Aussen-Wohngruppe der Stiftung Arkadis.
Ich bin gespannt, was mich erwartet.
Urs empfängt mich.
Er führt mich in sein Eisenbahn-Zimmer.
Dort zeigt er mir seine Modell-Eisenbahn:
eine kleine Anlage mit Schienen, Zügen und einem Kommando-Pult.
Urs steuert die Dampf-Lok und stellt die Weichen.
Ich bin fasziniert.
Urs erzählt gerne von seiner Leidenschaft für Züge.
Diese Leidenschaft hatte er schon als Kind.
Zusammen mit seinen Brüdern.
Der Vater nahm sie oft mit zum Rangier-Depot in Olten.
Mehrere Verwandte arbeiteten bei der Bahn.
Urs besuchte sie manchmal.
Schon früh erkannte er viele Zug-Typen am Geräusch.
Urs besucht oft Börsen für Modell-Eisenbahnen.
Dort kauft er neue Modelle oder tauscht mit anderen.
Er bewahrt alle Verpackungen ordentlich auf.
Die meisten Schienen sind digital verbunden.
Urs erklärt mir verschiedene Zug-Modelle: den Roten Pfeil und das Krokodil. Und er zeigt mir Bezeichnungen auf seinem Kommando-Pult.
Urs und seine Brüder besitzen etwa 40 Lokomotiven und viele Wagen.
Sie möchten gemeinsam eine grosse Modell-Anlage bauen.
Mit Zügen, Landschaften und Gebäuden.
Danke Urs, dass du mir die Welt der Modell-Eisenbahn gezeigt hast!
Übrigens:
Viele Bewohnende kennen sich gut mit Zügen aus.
Sie wissen immer, wo und wann ein Zug fährt – auch ohne SBB-App!
In 7 Gängen um die Welt
Dirk Maier, Bereichsleiter Beschäftigung und Arbeit
Am 16. Juli gab es im Arcafé einen ganz besonderen Anlass:
den Arcafé Dinner-Event!
Ein Abend-Essen in 7 Gängen,
und jeder Gang aus einem anderen Land.
Das Menü war Abwechslung und Erlebnis pur!
Und die Gäste lernten verschiedene Länder kennen.
Im Arcafé arbeiten Menschen mit Behinderungen.
Sie machten aktiv am Event mit:
Sie halfen beim Vorbereiten, Anrichten und Servieren.
Das Gastro-Team unterstützte sie dabei.
Die Menü-Folge förderte Team-Arbeit und Selbstvertrauen.
Für die Gäste war nicht nur das Essen ein Erlebnis:
Der Abend ermöglichte Begegnungen und Austausch.
So funktioniert Inklusion im Arbeits-Alltag.
Die geschützten Arbeits-Plätze im Arcafé fördern das Miteinander.
Wir freuen uns schon auf den nächsten Dinner-Abend!
Dieser ist am 17. Juli 2026.
Das bewegt die Wohngruppe B2 der Schärenmatte
Maria Bassi, Mitarbeiterin Marketing und Kommunikation
Die Schärenmatte wird renoviert.
Die Bewohnenden bekommen mehr Komfort und grössere Räume.
Alles wird moderner.
Aber: Die Bau-Arbeiten dauern 2 Jahre.
So lange müssen alle flexibel sein.
Die Wohngruppe B2 ist vom Umbau am meisten betroffen.
Sie muss für eine Weile in ein anderes Haus:
in den Neubau an der Von-Roll-Strasse 1.
Dort lebt die Wohngruppe in 8 kleinen Wohnungen.
Die Wohngruppe bleibt dort von Februar 2026 bis Herbst 2027.
Der Umzug bringt Herausforderungen:
Zum Beispiel gibt es keine Pflege-Badewanne im Neubau.
Die Aktivierungs-Fachpersonen kommen neu am Nachmittag.
In der Nacht hilft zusätzliches Personal.
Die Vorteile:
Läden und Bahnhof sind zu Fuss schnell erreichbar.
Und alles ist ganz modern.
Trotzdem fällt der Abschied vom alten Zuhause schwer.
Fritz: «Am liebsten möchte ich eigentlich in der Schärenmatte bleiben.»
Alle bereiten sich auf den grossen Umzug vor.
Leni sortiert schon ihre Sachen.
Leana: «Für mich als Lernende ist es spannend, einen Umzug zu erleben.
Ich lerne sicher viel.»
Joël: «Ich bin gespannt, wie sich die zentrale Lage auf den Alltag auswirkt.»
Leni: «Ich freue mich, dass ich dann zu Fuss in die Migros kann.»
Leni freut sich auch, bald ganz nah am Arcafé zu sein.
Aber noch mehr freut sie sich auf die Rückkehr in die Schärenmatte.
Alle freuen sich auf die neuen Zimmer.
Wir reden mit
Markus Maucher, Bereichsleiter Wohnen
Seit Anfang 2025 reden Bewohnende, Klienten und Klientinnen mit,
wenn wir neue Mitarbeitende suchen für die Betreuung.
Sie sind bei jedem Schritt dabei:
von der Stellen-Ausschreibung bis zum Ende der Probe-Zeit.
Es gibt klare Abläufe.
Und Hilfsmittel aus der Unterstützten Kommunikation:
zum Beispiel Piktogramme, oder Geräte mit Sprach-Ausgabe.
Wir entscheiden gemeinsam:
Wer macht bei den Bewerbungs-Gesprächen mit? Und wie?
So können sich alle vorbereiten.
Im November 2025 fragten wir nach. Das zeigte:
Alle fühlten sich informiert und konnten sich einbringen.
Vor allem die Bewerbungs-Gespräche fanden Anklang.
Auch die Bewerbenden fanden das gut.
Die Vorbereitung auf die Gespräche braucht Zeit und Unterstützung.
Doch es lohnt sich.
Bewohnende, Klienten und Klientinnen stellen andere Fragen.
Zum Beispiel zu Beziehungen, Alltag und Verlässlichkeit.
Dieses Vorgehen stärkt das Recht auf Mitsprache.
Was haben wir daraus gelernt?
Wir machen das auch in Zukunft so!